7 Tipps für eine effiziente Mandantenakquise von Anwälten


8. Februar 2019 in von Michael Gottron

Sie sind als Rechtsanwalt auf der Suche nach neuen Mandaten und benötigen Tipps wie Sie Ihre Mandantenakquise einfach umsetzen können?

Haben Sie aktuell zu wenig Mandanten oder keine neuen Mandate in Aussicht? Bei der Anzahl an Rechtsanwälten auf dem deutschen Markt ist das sicherlich nichts Außergewöhnliches. Die Konkurrenz ist groß und schläft nicht. Viele Kanzleien und Anwälte haben mit genau diesem Problem zu Kämpfen.

7 Tipps, wie Sie Ihre Mandantenakquise effizienter gestalten können

Zu aller erst einmal dürfen Sie sich nicht entmutigen lassen, dass Sie aktuell zu wenig Mandanten haben. Ganz im Gegenteil, Sie sind schon einen Schritt weiter, Sie haben gerade angefangen sich darum zu kümmern, neue Mandate zu akquirieren.

Die Mandantenakquise sollte in jeder Kanzlei und bei jedem Anwalt zum normalen Tagesablauf also zum absoluten Handwerkszeug gehören. Mit einer aktiven Akquise generieren Sie regelmäßig neue Mandate und sichern sich so ein regelmäßiges Einkommen für ein geregeltes Auskommen.

Gehören Sie also bald zu einem der Anwälte, der sich seine Mandate auswählen kann.

1. Empfehlungsmarketing ist gerade für Rechtsanwälte sehr wichtig

Wer kennt das nicht, dass man von einem Freund oder einem Bekannten jemanden empfohlen bekommt und diesen dann direkt unter Vertrag nimmt. Das gilt bei Anwälten natürlich genauso wie bei Handwerkern oder anderen Dienstleistern.

Es ist erwiesen, dass die Weiterempfehlung Ihnen neue Mandanten garantiert.

Was müssen Sie tun, damit Sie von Ihren Kunden oder Mandanten weiterempfohlen werden? Die Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass Ihre Mandanten mit Ihnen und Ihrer Arbeit als Rechtsanwalt zufrieden sind. Sie müssen Ihrem Mandanten also eine gute Arbeit abliefern und das jeweils Beste für Ihren Mandanten erreichen.

2. Liefern Sie guten Service und seien Sie gut erreichbar

Bei der Zufriedenheit eines Mandanten geht es aber nicht nur um das zufriedenstellende Ergebnis, es geht auch um die sonstige Kommunikation mit Ihnen. Sind Sie gut erreichbar? Beantworten Sie zeitnah E-Mail und Anrufe?

Wir empfehlen Ihnen hierfür unseren Blogbeitrag: So telefonieren Sie richtig  mit Ihren Mandanten.

Dort erfahren Sie wie Sie oder Ihre Mitarbeiter am besten die eingehenden Anrufe bearbeiten, so dass sich Ihre aktuellen Mandanten gut aufgehoben fühlen,  und wie Sie es schaffen, potentielle Mandanten am Telefon von Ihren Fähigkeiten zu überzeugen.

3. Informieren Sie Ihre Mandanten

Gehen Sie auch proaktiv auf Ihre aktuellen Mandanten zu. Halten Sie Ihre Mandanten über den Stand ihres Falles auf dem Laufenden.

Sie können auch regelmäßig Ihre gesamte Mandantschaft per Newsletter informieren. Berichten Sie über Neuigkeiten in Ihrer Kanzlei oder über Themen die ihr Spezialgebiet betreffen und für Ihre Mandantschaft von Interesse sein könnte.

Was werden Sie regelmäßig von Ihren Mandanten gefragt, worüber geben Sie Auskunft? Sie müssen einfach nur Ihre Mandantengespräche durchgehen, da finden Sie ganz bestimmt Themen, die auch für andere Mandanten relevant sein können.

Informieren Sie sich selbst regelmäßig über Neuigkeiten aus Ihrem Fachbereich, filtern  Sie diese und informieren Sie Ihre Mandanten über relevante Fakten.

4. Bauen Sie eine langfristige Beziehung auf

Wenn Sie also regelmäßig ein Newsletter per E-Mail oder ein Rundschreiben per Post verschicken, sind Sie bei Ihren Mandanten immer präsent und bauen dadurch eine langfristige Beziehung zu Ihren Mandanten auf.

Sie zeigen sich als kompetenter Ansprechpartner für Ihr Rechtsgebiet und Sie schaffen dadurch zusätzliches Vertrauen.

Ihr persönliches Auftreten vor Ihrem Mandanten sowie die Umgebung oder Ihr Büro, in dem Sie Ihre Mandanten empfangen ist natürlich auch ein wichtiger Faktor, den Sie nicht außer Acht lassen sollten.

Wie Verhalten Sie sich Ihren Mandanten gegenüber und welches Erscheinungsbild geben Sie ab? Entspricht es dem, was Sie auch wirklich darstellen möchten? Fühlen Sich Ihre Mandanten bei Ihnen wohl?

Dabei sind nicht nur Sie als Person gemeint, sondern auch Ihre Mitarbeiter und natürlich auch die Räumlichkeiten. Es geht nicht um ein Luxusbüro in der allerbesten Lage. Es geht einfach darum, dass Ihr Büro sozusagen Ihr Schaufenster ist und eine Atmosphäre ausstrahlt in der sich Ihre Mandanten wohlfühlen sollen.

Sind Sie der Meinung, dass Sie all diese Punkte erfüllen und Ihre Mandanten sich bei Ihnen sehr gut aufgehoben fühlen und trotzdem kommt es selten zu Empfehlungen?

Ihren Mandanten ist es nicht immer bewusst, dass Sie als Anwalt auch Interesse an Empfehlungen haben könnten. Für einen Anwalt läuft ja sowieso immer alles wie von selbst.

Gehen Sie einfach auf Ihre Mandanten zu bei denen Sie sicher sind, dass diese mit Ihnen zufrieden sind. Fragen Sie sie einfach wie zufrieden Sie sind. Fragen Sie auch, was Sie tun müssen, damit Sie weiterempfohlen werden.

5. Online Marketing für Rechtsanwälte

Der nächste große Schwerpunkt für die Mandantenakquise ist das Internet und damit verbunden das Online Marketing.

Natürlich ist die Empfehlung, wie vorher schon angesprochen, weiterhin der wichtigste Teil für neue Kunden. Das Internet ist aber definitiv im Kommen und der Anteil der durch das Internet entstandenen Mandate steigt stetig weiter. Da die Konkurrenz auch in diesem Bereich nicht schläft sollten Sie auch im Internet gut aufgestellt sein.

Ein wichtiger Faktor hierbei sind sicherlich die Anwaltsportale, bei denen Sie sich mit Ihrem Fachgebiet präsentieren können.

Da es davon mittlerweile eine Vielzahl gibt, haben wir Ihnen in folgendem Artikel die größten Portale zusammengefasst: Tipps für Kanzleimarketing mit Vergleich von 23 Anwaltsportalen

Bei vielen dieser Portale können Anwälte auch bewertet werden. Dies ist sozusagen eine online abgegebene Empfehlung. Der potentielle Mandant wird dadurch sicherlich genauso beeinflusst wie durch eine Hotelbewertung in Tripadvisor oder die typische Produktbewertung auf Amazon.

6. Werden Sie in Gruppen aktiv und machen Sie auf sich aufmerksam

Business Portale wie www.xing.de und www.linkedin.com werden auch immer populärer und ein professioneller Auftritt ist dort auch sehr zu empfehlen.

Auf diesen Portalen gibt es auch zahlreiche Interessensgruppen zu den verschiedensten Geschäftsbereichen. Ein aktives Mitglied der entsprechenden Gruppe in Ihrem Fachbereich zu werden erhöht auch stark Ihre Sichtbarkeit im Netz und macht Sie somit bekannter.

Des Weiteren sollten Sie natürlich überlegen inwieweit es Sinn macht in Google Adwords zu investieren.

Was aber auch ein besonders wichtiges Merkmal des Online Marketings ist, ist natürlich Ihre eigene Homepage. Diese ist sozusagen Ihr Schaufenster in der Onlinewelt. Hierzu empfehlen wir Ihnen folgenden Beitrag: 6 Tipps für mehr Erfolg mit Ihrer Kanzleihomepage sowie unseren Beitrag 5 Tipps für eine effektive Social Media Strategie von Anwälten.

7. Mandantenakquise als tägliche Aufgabe sehen

Natürlich ist die Mandantenakquise mit viel Aufwand verbunden und gerade deswegen ist es empfehlenswert diese in seinen täglichen Ablauf mit einzubauen.

Gerade beim Thema Content dauert es lange bis man auf messbare Ergebnisse kommt. (Siehe unseren Artikel zum Thema Kanzleiblog)

Der Aufwand wird sich aber ganz bestimmt rentieren. Sie werden dadurch auch in Zukunft stetig neue Mandate bekommen und somit die Wirtschaftlichkeit Ihrer Arbeit und Ihrer Kanzlei garantieren.

Schlussendlich ist man als selbstständiger Anwalt oder Betreiber einer Kanzlei unternehmerisch tätig und  muss sich um alle Phasen des Geschäfts kümmern.

 

Photo: Kelly Sikkema

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