Work-Life-Balance: Tipps für die richtige Einstellung


13. Dezember 2018 in von Michael Gottron

Die Bedeutung einer Work-Life-Balance wird  in unserer modernen Gesellschaft immer wichtiger. Der Begriff wird für das Bestreben nach einem Gleichgewichtszustand verwendet, nach der Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf.

Ist aber ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Arbeitswelt und dem Privatleben überhaupt noch möglich? Kann man heutzutage eigentlich noch richtig abschalten, obwohl man durch Handy und Laptop immer und überall erreichbar ist?

In den letzten Jahren wurde es immer normaler, dass man als Manager oder auch als normaler Arbeitnehmer mit Handy und Laptop ausgestattet wird. Das verführt natürlich dazu, dass man diese mobilen Geräte dann auch zu privaten Zwecken in seiner Freizeit nutzt. Dies ist von vielen Firmen erlaubt bzw. geduldet, führt aber dazu, dass die Grenzen zwischen Job und Privatleben immer weiter verschwimmen.

Hat sich die Einstellung zum Job verändert und die Work-Life-Balance verschoben?

Dieses „immer erreichbar sein“ hat natürlich auch einen direkten Einfluss auf unser Privatleben und damit auf unsere Ruhephasen.

Immer mehr Arbeitnehmer werden von Ihrem Arbeitgeber mit mindestens einem mobilen Gerät ausgestattet. Natürlich nutzen viele der Arbeitnehmer das berufliche Gerät nur für berufliche Zwecke. Je höher sich  der Arbeitnehmer aber in der Firmenhierarchie befindet, desto häufiger werden die mobilen Geräte auch für private Zwecke genutzt.

Wird es denn gerade von Führungskräften verlangt immer erreichbar zu sein? Gehört das zum guten Ton oder sind dies ungeschriebene Gesetze ab einer gewissen Gehaltsklasse?

Vor- und Nachteile unserer mobilen Geräte

Für sehr viele Arbeitgeber hat sich die Arbeit durch die mobilen Geräte stark verändert, aber nicht unbedingt zum Guten.

Auf der einen Seite kann man Dank der heutigen Mobilität überall arbeiten, solange man per Telefon oder Internet erreichbar ist und es gibt heutzutage auch eine Menge Jobs die man sich in der Form vor 10 Jahren nicht hätte vorstellen können.

Auf der anderen Seite ist es aber auch so, dass das schnelle Beantworten einer E-Mail am Wochenende oder bzw. der kurze Anruf nach Feierabend zu einer gewissen Normalität geworden ist.

Man bekommt den Eindruck, dass die Geduld der Kollegen und Kunden mit besserer Erreichbarkeit immer weiter abgenommen hat. Natürlich muss man heute keinen Brief mehr verschicken und mehrere Tage darauf warten, dass einem jemand schriftlich darauf antwortet. Aber ungeduldig auf die Antwort einer Mail zu warten, die man Freitagnachmittag verschickt hat?! Ist wohl oft genug ziemlich übertrieben…

Woher kommt es denn, dass die Arbeitnehmer sich dazu verpflichtet fühlen, auch außerhalb ihrer Arbeitszeiten Mails und Anrufe zu beantworten? Laut Umfragen lässt sich dies durch das Verantwortungs-, und das Pflichtgefühl erklären. Wobei sich hierbei 65% der Männer verantwortlich fühlen und es bei den Frauen nur 49% sind.

Wird auch im Urlaub gearbeitet?

Es ist schon sehr erstaunlich, dass auch viele Leute im Urlaub arbeiten, auch wenn es sich nur auf das Abrufen von E-mails oder den ein oder anderen Anruf beschränkt. So wird das mit dem richtigen Abschalten schwierig und die Work Life Balance gerät in eine Schieflage.

Man ist zwar im Urlaub aber irgendwie doch nicht so ganz bei der Sache.

Am Telefon   Photo: Priscilla Du Preez; unsplash.com

Eigentlich sollte der wohlverdiente Urlaub ja dazu da sein, mal wieder abzuschalten, seine Batterien aufzutanken und um sich vollkommen anderen Dingen widmen zu können. Die Arbeitsgesetze in unseren Gefilden sind auch genau dafür da den Arbeitgeber zu schützen und um zu verhindern, dass er sich überarbeitet oder zu viel Stress hat.

Unser modernes flexibles und mobiles Arbeiten macht dies aber nicht besonders einfach, man sollte also versuchen einen Kompromiss zu finden, um eine richtige Work-Life-Balance leben zu können.

Wie kann dieser Kompromiss aussehen?

Es gibt mehr und mehr Unternehmen, die ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, vom Homeoffice aus zu arbeiten. Genau dafür sind natürlich Laptop und Handy bestens geeignet.

Man spart also nicht nur die Zeit des Arbeitsweges sondern man ist zeitlich auch flexibler um Privates besser koordinieren zu können. So kann man mal eben sein Kind aus dem Kindergarten abholen, schnell  mal Sport treiben etc.

So hat man wieder mehr Kontrolle über seine Zeit, muss aber aufpassen, dass dies nicht dazu führt, dass der Arbeitgeber denkt, man sei immer verfügbar.

Die Grenzen der Work-Life-Balance sollten definiert und gesteckt werden. Dadurch erhöht man die eigene Zufriedenheit und verhindert Probleme mit dem Arbeitgeber.

Tipps für eine bessere Work-Life-Balance im Job

– Konzentrieren Sie sich beim Arbeiten auf das Wesentliche, so können Sie effektiver arbeiten. Setzen Sie Prioritäten und machen Sie sich eine To-Do Liste, so schaffen Sie es den Überblick zu behalten

-Erledigen Sie die unangenehmen Dinge zuerst. So haben Sie es schneller hinter sich und können stressfreier an die nächsten Sachen herangehen.

-Sie müssen auch mal nein sagen können. Sie müssen nicht jede Aufgabe übernehmen und auch nicht immer erreichbar sein

-Machen Sie nicht alles selbst, delegieren Sie auch mal Dinge zu Mitarbeitern. Die Fähigkeit Arbeit zu verteilen ist besonders für Führungskräfte ein Muss.

Tipps für eine bessere Work-Life-Balance im Privaten Bereich

-Suchen Sie sich im privaten Bereich sportlichen Ausgleich der Sie erfüllt und Ihnen Spaß macht

-Nehmen Sie die Arbeit nicht mit nach Hause

Entspannen Sie sich auch mal und nehmen Sie sich Zeit für sich selbst.

Treffen Sie Freunde und unternehmen Sie schöne Dinge die Ihnen Freude bereiten. Soziale Kontakte sind besonders wichtig.

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Dazu passend auch unsere folgenden  Artikel:

Der Urlaub steht an. Was macht Ihre Erreichbarkeit?

Teamgeist für mobiles Arbeiten fördern

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Photo: Katie Drazdauskaite

 

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