8 Tipps für mehr Datensicherheit im Home-Office


26. Mai 2021 in von Michael Gottron

Unsere Arbeitswelt hat sich durch die Lockdowns im Zuge der Corona-Pandemie stark verändert. Das gilt vor allem für den Büroalltag: Seit Anfang 2020 haben viele Unternehmen auf Heimarbeit umgestellt.

Doch das Home-Office bringt nicht unerhebliche Sicherheitsrisiken mit sich, die Unternehmen unbedingt ernst nehmen sollten. In diesem Beitrag stellen wir acht wertvolle Tipps vor, die dabei helfen, die Datensicherheit im Home-Office zu verbessern.

Die Cybercrime-Gefahr wird nach wie vor unterschätzt

Cyber-Security ist generell ein Bereich, den viele Unternehmern leichtsinniger Weise vernachlässigen. Dabei verlangen allein die Datenschutzrichtlinien zahlreicher Unternehmen, dass diesem Bereich deutlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Dazu kommen noch wichtige Aspekte wie etwa die Wahrung von Firmengeheimnissen und der Schutz von wertvollen Dokumenten und anderen sensiblen Daten.

Während man die Datensicherheit am Unternehmensstandort oftmals leichter im Griff behalten kann, so ist das im Home-Office doch deutlich schwieriger. Denn jeder Mitarbeiter hat seinen eigenen Netzwerk-Standort, und jedes externe Gerät, das zum Einsatz kommt, ist ein weiterer potenzieller Risikofaktor.

Telearbeit kann jedoch mit einigen gezielten Schritten auch dann sicher sein, wenn selbst ein beträchtlicher Anteil Ihrer Mitarbeiter im Home-Office tätig ist. Mit diesen acht Schritten macht man das Home-Office seiner Mitarbeiter sicher:

1. Schulung der Mitarbeiter

Der leichtsinnige Umgang etwa mit zu einfachen Passwörtern, öffentlichen WLAN-Netzwerken, unterschiedlichen Geräten oder ähnlichem, ist nach wie vor einer der Hauptangriffspunkte für Cyber-Kriminelle. Mangelhaft geschulte und unachtsame Mitarbeiter sind nach wie vor die größte Schwachstelle in Sachen Datensicherheit auch im Home-Office. Mit entsprechenden Schulungen für einen sicheren Umgang, und der Festlegung von entsprechenden Richtlinien kann bereits viel für die Sicherheit der Unternehmensdaten getan werden.

2. Einsatz von Virtual Private Networks

Wie der Name bereits sagt, kann mittels VPN oder Virtual Private Network eine sichere, private Verbindung zu einem beliebigen Netzwerk hergestellt werden. Durch moderne Verschlüsselungsmethoden können die Mitarbeiter so durch das VPN Unternehmensdaten sicher bearbeiten, senden und empfangen. Dadurch wird es für Kriminelle fast unmöglich, sensible Daten abzufangen.

3. Bereitstellung eigener Hardware

Geräte, die auch für andere Zwecke als die Arbeit genutzt werden, sind grundsätzlich größeren Risiken ausgesetzt als Geräte, die einzig für die Arbeit eingesetzt werden. Die Investition in Mitarbeiter-Laptops und Firmenhandys ist also nicht zuletzt eine in die Datensicherheit des Unternehmens.

4. System-Updates regelmäßig durchführen

Nicht selten werden Software-Updates als lästig empfunden. In den meisten Fällen dienen sie jedoch zur Beseitigung von Sicherheitslücken. Sämtliche Applikationen auf allen Geräten, die im Home-Office zum Einsatz kommen, sollten daher stets auf dem neuesten Stand sein.

5. Umgang mit fremder Hardware

Immer wieder kommt es vor, dass Hardware wie etwa USB-Sticks oder Speicherkarten mit Malware verseucht sind. Aus diesem Grund ist es zu empfehlen, dass jedes Gerät, das in der Arbeit zum Einsatz kommen soll, firmenintern überprüft und autorisiert wird.

6. Anti-Malware-Schutz

Viren, Trojaner und sonstige Malware sind nach wie vor eine potenzielle Gefahr für die Datensicherheit insbesondere im Home-Office. Dies gilt vor allem für Geräte, die auch privat genutzt werden. Aus diesem Grund sollten Sie dafür sorgen, dass auf den Geräten, die Ihre Mitarbeiter für das Home-Office nutzen, Anti-Malware-Programme laufen. Diese sollten zudem regelmäßig Sicherheits-Scans durchführen.

7. Nutzung sicherer Kommunikationskanäle

Setze bei der Kommunikation ausschließlich auf solche Medien und Applikationen, die moderne Verschlüsselungsmethoden einsetzen.

8. Rechtliche Absicherung durch Disclaimer

Hin und wieder kann es dazu kommen, dass bestimmte Informationen in falsche Hände geraten. Dies kann bereits dann der Fall sein, wenn einer Ihrer Mitarbeiter vertrauliche Daten an einen falschen E-Mail-Empfänger sendet. Alle Mitarbeiter sollten daher auch vom Home-Office versendete E-Mails mit entsprechenden Disclaimern versehen, welche die Informationen rechtlich absichern.

Datensicherheit im Home-Office und das Risiko-Management

Die in diesem Beitrag angeführten acht Schritte sind wirksame Maßnahmen, um die Datensicherheit im Home-Office Ihrer Mitarbeiter zu verbessern. Manche davon sind mit gewissen Investitionen verbunden, während andere wiederum kostenlos umsetzbar sind. Die Entscheidung, welche dieser Punkte umgesetzt werden sollten, ist letztlich eine Frage des Risiko-Managements.

Sie alle sorgen jedenfalls dafür, dass Cyberkriminelle es bei Ihrem Unternehmen definitiv deutlich schwieriger haben werden, an wertvolle Daten zu gelangen. Somit ist auch Ihr Unternehmen in Zeiten, in welchen verstärkt auf Home-Office gesetzt werden muss, in der Lage, ohne Sicherheitsbedenken maximal produktiv zu bleiben.

Photo by Catherina Schürmann on Unsplash

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